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Guzman-McMillan / Croyle: Engel gibt's wirklich

ich war 27 stundenAnfangs hatte ich Bedenken, dieses Buch zu lesen. Noch so ein Buch von einer Überlebenden der Anschläge auf das World Trade Center vom September 2001! Aber meine Bedenken waren schnell verflogen.

Genelle Guzman-McMillan beschreibt detailreich und sehr intensiv ihre Stunden unter den Trümmern eines der Zwillingstürme. Sie war auf dem Weg von oben zu Fuß nach unten gewesen. Viel zu spät!

Hoffnungsvoll hatte sie mit ihren Kollegen viele Stockwerke bewältigt, als plötzlich noch einmal alles um sie herum zu schwanken begann. "Nur schwarze Dunkelheit und Totenstille" waren dann noch um die Verschüttete. Sie verlor nie das Bewusstsein. Sie beschreibt sehr genau die einzelnen Phasen, die sie unter den Trümmern miterleben musste.

Da waren zu Beginn ihre vergeblichen Rufe. Dann aber im Angesicht des Todes der Rückblick auf ihr Leben. Sie war erst vor Kurzem aus Trinidad eingewandert, wollte ihre Tochter noch nachholen und nun lag sie hier unten.

Dann geschieht das Wunder. Genelle, die in einem katholischen Elternhaus aufgewachsen ist und nun schon länger keine Kirche mehr betreten hat, kommt mit Gott ins Gespräch. Berührend, wie sie diesen Moment beschreibt: "Es war ein merkwürdig befreiendes Gefühl." 

Ich habe es nicht bereut, dieses Buch gelesen zu haben. Allein die Beschreibung der sehr intimen Beziehung zwischen Genelle und Gott ist es wert, dieses Buch zu lesen!

Verlag: Brunnen (2012)
Bewertung 4.5 Sterne
Preis: 14,99 Euro, hier kaufen
Literarische Form: Biografie
Format: Gebunden (192 Seiten)
ISBN: 9783765512216
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