| Düsseldorf, die Frommen kommen | ||||||||||||||||||||
| Livebericht vom 6. Kongress christlicher Führungskräfte | ||||||||||||||||||||
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Tag 2: Donnerstag, 26. Februar (Düsseldorf) Das »Kongress Orchestra« (O-Ton Johannes Warth) begrüßte die Teilnehmer des Kongresses unter anderem mit dem Titel »Gib der Hoffnung ein Gesicht, allein Worte reichen nicht«. Man könnte es nachträglich als Motto des ersten Tages bezeichnen. Es zog sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Events: persönliche Glaubwürdigkeit der Christen, insbesondere frommer Führungskräfte, ist mehr denn je gefragt. Gerade angesichts der wirtschaftlichen Krisenzeiten wollen die Leute um uns her einfach wissen, wie wir persönlich mit unseren Problemen fertig werden. Und das zu Recht. Wenn wir als Christen schon davon reden, muss es die Tat beweisen.
Apropos Grüße: Am Vormittag gab es zahlreiche Grußworte im Plenum, mal mehr, mal weniger geistreich. Viele Allgemeinplätze wurden bespielt, aber es gab auch Lichtblicke, so die Kurzandacht von Präses Schneider oder das Interview mit Unternehmer Friedhelm Loh (auch Vorsitzender der Stiftung Christliche Medien). NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers mahnte vor dem Ausstellungsrundgang und langer Interview-Session in seinem Grußwort an, die soziale Frage dringend zu berücksichtigen. Denn auch die soziale Marktwirtschaft lebt, wie die Demokratie, von Voraussetzungen, die sie nicht selbst schaffen kann. Letztlich geht es um den Einzelnen, der gefordert ist, im Vorbild-Sein.
Nicht vergessen sollte man beim Thema Musik den Abt-Primas Notker Wolf, der nach seinem geistlichen Abendwort seine Querflöte auspackte (hat er immer im Handgepäck dabei) und einige Stücke zum Besten gab. Das verblüffte Publikum war aus dem Häuschen. Doch bereits sein Vortrag war erstklassig, verstand er es doch, Hintergründe der Krise ungeschminkt zu erläutern und wunde Punkte anzusprechen: das Schuldabschieben ist sinnlos, denn wir handeln auch nicht viel besser. Zudem wies er auf systemische Gründe und die weltweiten Auswirkungen der aktuellen Krise hin. Als sozusagen „Welt-Vorsitzender“ der Benediktiner bringt er unschätzbare Praxiserfahrungen ein.
Dasselbe ließe sich auch sagen für ein spontanes Treffen einiger Kongress-Twitterer am Stand vom pro-Magazin: es ist schön, wenn moderne Kommunikationsmittel wie Blogs und Twitter Menschen, die sich vorher noch nie gesehen hatten, in wahnsinnig kurzer Zeit zusammenbringt. Solcher Erfahrungsaustausch ist auf dem Kongress Gang und Gäbe und gehört ebenso zu den Hoffnungszeichen, denn die fromme Medienwelt ist durchaus sehr gut aufgestellt und hat die Zeichen der Zeit erkannt. In diesem Sinne: Haut rein! Tag 1: Mittwoch, 25. Februar (Düsseldorf) So, nun ist es also soweit und nach Leipzig 2007 dürfen heuer wieder die frommen Leute, vornehmlich Führungskräfte (aber hey, doch eigentlich völlig normale Menschen, wie Du und ich), eine deutsche Großstadt bevölkern. Der Aschermittwoch 2009 begann gediegen mit einem abendlichen Eröffnungsgottesdienst in der Stadtkirche und natürlich dem sogenannten Vorkongress. Doch immer schön der Reihe nach: Die Anreise aus dem Sachsenlande war fast schneefrei bei herrlicher Februarsonne. Gut gelandet, schien alles glatt zu gehen, doch dann bemerkte ich das falsche Handykabel im Rucksack. Da half alles nix, mein Notebook besteht nun mal auf Original-Finnenkost und machte gleich einen Händler froh. Nun also los zum Eröffnungsgottesdienst dachte ich. Eigentlich wollte ich zur (evangelischen) Johanneskirche (Stadtkirche) mitten im Zentrum, doch da ein Gebäude direkt vor mir stand, stolperte ich unversehens in die katholische Marienkirche. Beim Führungskräftekongress spielen diese Unterschiede ja auch nicht so die große Rolle :-)
Das get together hinterher hab ich mir gespart, denn das Networking wollte ich auf den ersten Kongresstag verlegen. Ich bin erstmal ins Quartier gefahren und sinne mehr und mehr über das eigentliche Anliegen des Führungskräfte-Kongresses nach: Welche Werte taugen für Führung? Und was in aller Welt motiviert uns eigentlich dazu? Ich erhoffe mir Antworten dazu in den nächsten drei Tagen. – Die Teilnehmer des Vorkongresses am Mittwoch hatten es da sicherlich leichter, sie sind bereits mutig in die Inhalte eingestiegen. Zahlreiche Vorträge, Diskussionen usw. liefen bereits für die Frühbucher – auf der offiziellen Event-Seite gibt’s einen ersten Bericht dazu. Meinen nächsten Bericht – und endlich richtige Bilder – gibt’s dann morgen. In diesem Sinne: Haut rein! … und nicht nur im Pott! -David Decker 26.02.2009 David Decker | ||||||||||||||||||||
| Links ins Web http://www.christlicher-kongress.de http://ekkaleo.de/tag/kcf09/ | ||||||||||||||||||||