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Düsseldorf, die Frommen kommen

Livebericht vom 6. Kongress christlicher Führungskräfte


Von David Decker 27.02.2009
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Tag 1: Mittwoch, 25. Februar

(Düsseldorf) So, nun ist es also soweit und nach Leipzig 2007 dürfen heuer wieder die frommen Leute, vornehmlich Führungskräfte (aber hey, doch eigentlich völlig normale Menschen, wie Du und ich), eine deutsche Großstadt bevölkern. Der Aschermittwoch 2009 begann gediegen mit einem abendlichen Eröffnungsgottesdienst in der Stadtkirche und natürlich dem sogenannten Vorkongress.

Doch immer schön der Reihe nach: Die Anreise aus dem Sachsenlande war fast schneefrei bei herrlicher Februarsonne. Gut gelandet, schien alles glatt zu gehen, doch dann bemerkte ich das falsche Handykabel im Rucksack. Da half alles nix, mein Notebook besteht nun mal auf Original-Finnenkost und machte gleich einen Händler froh. Nun also los zum Eröffnungsgottesdienst dachte ich. Eigentlich wollte ich zur (evangelischen) Johanneskirche (Stadtkirche) mitten im Zentrum, doch da ein Gebäude direkt vor mir stand, stolperte ich unversehens in die katholische Marienkirche. Beim Führungskräftekongress spielen diese Unterschiede ja auch nicht so die große Rolle :-)

Endlich im richtigen Gotteshaus angelangt, lief gerade die Predigt von Nikolaus Schneider, dem Präses der evangelischen Kirche im Rheinland. Mich lenkte zunächst die herrliche Kulisse im Innenraum ab, ganz in weiß und einfach perfekt gestaltet. Altes trifft auf die Moderne. Und es gibt da auch ziemlich bequeme Kirchenbänke, modern gestaltet, dennoch funktionell. Ich war zufrieden. Mit den Gottesdienstinhalten eher weniger, denn da ging alles kurz und schmerzlos. Nach 60 Minuten (für mich 45…) war punktgenau Schluß. Ein netter Gottesdienst, der niemandem weh tat. Mir kam es wie ein Abspulen von Richtigkeiten vor: Da ein bißchen Bergpredigt, dort ein Abheben auf die Fastenzeit. Auch das geistliche Wort von Dr. Horst Marquardt war gut, doch die Sprüche aus den Sprüchen brauchen sicherlich mehr Auslegung, als einfach nur im Zusammenhang zur aktuellen Wirtschaftslage verlesen zu werden. Das Grußwort des Vertreters des Oberbürgermeisters drehte sich demzufolge natürlich – um die Finanzkrise! Wie gesagt, alles richtige Worte von allen Predigern/ Rednern, doch alles tausendmal gehört in den letzten Tagen und Wochen. Erhellender und aufbauender fand ich da paradoxerweise die Musikstücke zwischendurch.

Das get together hinterher hab ich mir gespart, denn das Networking wollte ich auf den ersten Kongresstag verlegen. Ich bin erstmal ins Quartier gefahren und sinne mehr und mehr über das eigentliche Anliegen des Führungskräfte-Kongresses nach: Welche Werte taugen für Führung? Und was in aller Welt motiviert uns eigentlich dazu? Ich erhoffe mir Antworten dazu in den nächsten drei Tagen. – Die Teilnehmer des Vorkongresses am Mittwoch hatten es da sicherlich leichter, sie sind bereits mutig in die Inhalte eingestiegen. Zahlreiche Vorträge, Diskussionen usw. liefen bereits für die Frühbucher – auf der offiziellen Event-Seite gibt’s einen ersten Bericht dazu.

Meinen nächsten Bericht – und endlich richtige Bilder – gibt’s dann morgen.

In diesem Sinne: Haut rein! … und nicht nur im Pott!
-David Decker




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http://www.christlicher-kongress.de
http://ekkaleo.de/tag/kcf09/
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