Düsseldorf, die Frommen kommen
Livebericht vom 6. Kongress christlicher Führungskräfte
Von David Decker 27.02.2009
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Tag 2: Donnerstag, 26. Februar
(Düsseldorf) Das »Kongress Orchestra« (O-Ton Johannes Warth) begrüßte die Teilnehmer des Kongresses unter anderem mit dem Titel »Gib der Hoffnung ein Gesicht, allein Worte reichen nicht«. Man könnte es nachträglich als Motto des ersten Tages bezeichnen. Es zog sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Events: persönliche Glaubwürdigkeit der Christen, insbesondere frommer Führungskräfte, ist mehr denn je gefragt. Gerade angesichts der wirtschaftlichen Krisenzeiten wollen die Leute um uns her einfach wissen, wie wir persönlich mit unseren Problemen fertig werden. Und das zu Recht. Wenn wir als Christen schon davon reden, muss es die Tat beweisen.
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Friedhelm Loh (links), Horst Marquardt | |
Apropos Grüße: Am Vormittag gab es zahlreiche Grußworte im Plenum, mal mehr, mal weniger geistreich. Viele Allgemeinplätze wurden bespielt, aber es gab auch Lichtblicke, so die Kurzandacht von Präses Schneider oder das Interview mit Unternehmer Friedhelm Loh (auch Vorsitzender der Stiftung Christliche Medien). NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers mahnte vor dem Ausstellungsrundgang und langer Interview-Session in seinem Grußwort an, die soziale Frage dringend zu berücksichtigen. Denn auch die soziale Marktwirtschaft lebt, wie die Demokratie, von Voraussetzungen, die sie nicht selbst schaffen kann. Letztlich geht es um den Einzelnen, der gefordert ist, im Vorbild-Sein.
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Jürgen Rüttgers im Interview | |
Nicht vergessen sollte man beim Thema Musik den Abt-Primas Notker Wolf, der nach seinem geistlichen Abendwort seine Querflöte auspackte (hat er immer im Handgepäck dabei) und einige Stücke zum Besten gab. Das verblüffte Publikum war aus dem Häuschen. Doch bereits sein Vortrag war erstklassig, verstand er es doch, Hintergründe der Krise ungeschminkt zu erläutern und wunde Punkte anzusprechen: das Schuldabschieben ist sinnlos, denn wir handeln auch nicht viel besser. Zudem wies er auf systemische Gründe und die weltweiten Auswirkungen der aktuellen Krise hin. Als sozusagen „Welt-Vorsitzender“ der Benediktiner bringt er unschätzbare Praxiserfahrungen ein.
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Living Gospel | |
Dasselbe ließe sich auch sagen für ein spontanes Treffen einiger Kongress-Twitterer am Stand vom pro-Magazin: es ist schön, wenn moderne Kommunikationsmittel wie Blogs und Twitter Menschen, die sich vorher noch nie gesehen hatten, in wahnsinnig kurzer Zeit zusammenbringt. Solcher Erfahrungsaustausch ist auf dem Kongress Gang und Gäbe und gehört ebenso zu den Hoffnungszeichen, denn die fromme Medienwelt ist durchaus sehr gut aufgestellt und hat die Zeichen der Zeit erkannt.
In diesem Sinne: Haut rein!
Links ins Web
http://www.christlicher-kongress.de
http://ekkaleo.de/tag/kcf09/
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