Senfkorn und Sauerteig
Die Geschichte des Rauhen Hauses
Von Christian Döring 02.02.2009
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Er beginnt dabei nicht, wie vom Leser vielleicht erwartet, bei Johann Heinrich Wichern, sondern er setzt die Entstehung des Rauhen Hauses in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext. Wir erfahren von der französischen Besatzung der Hansestadt Hamburg und von den immer deutlicher werdenden sozialen Gegensätzen der damaligen Zeit.
Das spannende an diesem sehr interessanten Geschichtsbuch ist, dass das Rauhe Haus scheinbar nie eine fertige Einrichtung war. Ständig veränderte sich das Profil der größten norddeutschen Diakonie-Einrichtung und hielt so, durch die Jahrhunderte, Schritt mit den Veränderungen der Gesellschaft.
Von einer Einrichtung für verwahrloste Jugendliche, die auf Hamburgs Straßen umherirrten, über eine Sonntagsschule im Problemviertel St. Georg bis hin zum Gehilfeninstitut trug das heutige Rauhe Haus viele Namen.
Auch für die Zukunft scheint es gut gerüstet zu sein. Mitarbeiter werden gut ausgebildet und sind dann auf verschiedensten Arbeitsfeldern tätig. Ob in der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenarbeit oder der Altenhilfe und Sozialpsychiatrie: Das Rauhe Haus wird heute mehr denn je in der Hansestadt gebraucht.
Dieses höchst informative Buch mit Lesebändchen und einem sehr eindrucksvollen Bilderteil, das die längst vergangene Zeit dokumentiert, ist eine gelungene Würdigung des Dienstes am Menschen, der in dieser Einrichtung bisher geleistet wurde. Zugleich ist es auch ein Aushängeschild für kommende Tage.
Verlag Agentur Rauhes Haus Hamburg
ISBN 978-3-7600-1196-7
Preis 39,80 Euro
Autor: Christian Döring
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Legende:
| 1 - 10 | Katastrophal: Bestenfalls Brennmaterial für den heimischen Kamin. |
| 11 - 20 | Schlecht: Vielleicht aber eine Idee fürs nächste Schrottwichteln. |
| 21 - 30 | Enttäuschend: Wenn wenigstens ein paar mehr Bilder zwischen den Buchdeckeln wären! |
| 31 - 40 | Schwach: Hmm ... naja ... was soll man sagen ... nee, eher nicht. |
| 41 - 50 | Durchwachsen: Kann man lesen - aber sicherheitshalber besser nicht verschenken. |
| 51 - 60 | Solide: Gute Gedankenanstösse, ohne ganz großes Kino zu sein. |
| 61 - 70 | Gut: Hat einen Platz unter dem Kopfkissen verdient. |
| 71 - 80 | Sehr gut: Sollte man wirklich gelesen haben. |
| 81 - 90 | Herausragend: Alles stehen und liegen lassen! Kaufen! Lesen! |
| 91 - 100 | Jahrhundertwerk: Jetzt schon ein Klassiker! |
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