Yes, we can
David Brunner und Christine Hutter in der imaginären Talk-Ecke
Von David Brunner, Christine Hutter 10.02.2009
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So langsam beginnt sich ein erster Hauch von Staub über die Ereignisse des vergangenen Samstags zu legen. Die PROMIKON 2009 und die Verleihung des David-Award sind vorbei. David Brunner und Christine Hutter lassen die heiß diskutierten Geschehnisse noch einmal Revue passieren.
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Als Redaktionsleiter des Bereichs MESSAGE ist David Brunner bei SOUND7.DE für die Berichterstattung und Themenfindung in diesem Bereich zuständig. Darüber hinaus koordinierte er den Aufbau und die Entwicklung des Message-Bereiches mit den Ressorts Bookchecks, Songdevotions, Spotlights und Impulse.
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Im Soundcheck-Bereich kümmert sich Christine Hutter zusammen mit Daniel Monninger um die Rezensionen auf SOUND7.DE. Dabei kümmert sie sich hauptsächlich um organisatorische Aufgaben und leitet das Team der Rezensenten. Darüber hinaus übernimmt sie häufig Interviews, Berichte und sonstige Storys auf SOUND7.DE, wie auch manche Rezensionen.
Christine: So lieber Dave, dann lass uns doch ein wenig über die PROMIKON talken...
David: OK, Christine, dann gehen wir mal in die imaginäre Talk-Ecke.
Christine: Du warst letzten Samstag nicht zum ersten mal auf der »wichtigsten Veranstaltung« der christlichen Musikszene in Deutschland - wie sie von Veranstaltern genannt wird. Wie fandest Du die Messe in diesem Jahr?
David: Da ich sehr viel an unserem Stand war, habe ich von der Messe an sich nicht so viel gesehen. Ich hatte aber den Eindruck, dass es ein buntes, vielfältiges Programm war und dass irgendwie jeder auf seine Kosten kommen konnte.
Als Konsument.
Ein paar mehr Besucher hätten's aber schon sein dürfen.
Was war denn Dein Eindruck? Immerhin warst Du ja das erste Mal da...
Christine: Gemütlich und familiär. Als ich in die Messehalle kam, hatte ich das Gefühl jeder kennt jeden. Hier ein stürmisches Hallo, dort eine herzliche Umarmung und zwischendrin auch mal eine neue Bekanntschaft.
Unter der »größten Musikmesse« der christlichen Szene hab ich mir zwar anfangs etwas anderes vorgestellt, aber schnell die heimelige Atmosphäre zu schätzen gelernt.
Ich fand es sehr gemütlich auch die »Stars« der Szene einmal ganz ungezwungen zwischen Tür und Angel zu treffen. Und festzustellen, dass das auch nur normale Menschen sind wie Du und ich... ;)
Auch wenn schon recht viel Platz war - denn es hätten ein paar mehr Besucher sein können - das Gefühl hatte ich besonders am Abend - bei der Verleihung des David-Award.
David: Oha. Das Unwort des Jahres 2009: »David Award«. Wurde ja schon viel drüber geschrieben.
Marzia Plichta, die Moderatorin, scheint ja ein Opfer des Systems zu sein, oder? Immerhin lief ja einiges schief im Vorfeld, so dass sie einfach nur das Beste aus der Situation machen musste.
Christine: Zumindest aus Sicht des Publikums scheint sie mit ihrer etwas missglückten Vorstellung der Buhmann (oder die Buhfrau?) des Abends geworden zu sein... Doch muss man zu ihrer Verteidigung sagen, dass all die Organisationspatzer im Vorfeld jetzt auf ihren Schultern ausgetragen werden, weil sie das Gesicht der Show war. Hast Du genauer mitbekommen, was sich alles zugetragen hat?
David: Im Vorfeld muss das organisatorische Chaos im Quadrat geherrscht haben. Kaum Infos, kaum Absprachen - und schon gar nicht für alle. Marzia hat auf meinem Blog geschrieben, dass sie bspw. gesagt bekommen hat »So schick wie möglich!« - war sie ja auch. Aber der Rest auf der Bühne?
Dazu kommt, dass es scheinbar keine Lichtprobe vorher gab und viele Absprachen entweder gar nicht getroffen wurden oder eben sehr unterschiedlich, so dass die Leute nicht alle auf dem gleichen Stand waren. Und sie musste es ausbügeln an dem Abend.
Sicher: so manche Dinge kann sie nicht auf den Veranstalter bzw. die Verantwortlichen schieben. Aber ich denke, wenn das ganze Ding besser geplant worden wäre, hätte sich der Abend anders ereignet. Davon bin ich überzeugt.
Aber gut. Das ist ja nichts Neues. Alleine, dass im Vorfeld und nach dem 1. David Award das »Kompetenzteam« vergrault wurde zeigt doch: da gibt's ne große Schieflage. Und ich frage mich: Was bringen diese Awards? Das fragen sich ja sogar die Newcomer von »Arbaitnehmer« und meinen, der Award bringt ihnen eigentlich gar nix, da er nicht konkret mit einer Förderung oder so verknüpft ist.
Links ins Web
www.promikon.de
www.sound7.de/article.php?channel=3&article=6822
www.brunner24.com/david-2009-ein-festival-der-peinlichkeiten/#comments
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