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»...wie Kotze in einem Kristallglas«

Volxbibelmacher Martin Dreyer im exklusiven Making-Of Interview


Von Johannes Lehmpfuhl 08.02.2008
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Zwei Jahre ist es her, da Schlug die »Volxbibel« hierzulande ein wie eine Bombe. Kaum ein Thema hat die Christenheit konfessionsübergreifend so intensiv beschäftigt, wie das im Jugendslang geschriebene Neue Testament. Nun legt dessen Erfinder nach und geht mit dem Alten Testament in die nächste Runde. SOUND7.DE- Redakteur Johannes Lehmpfuhl gab er das erste und exklusive Interview.


Hey Martin, alles klar bei Dir?

Wenn meine Telefonverbindung nicht wieder spinnt, ja. Ich telefoniere nämlich über das Fernsehkabel und manchmal setzt das irgendwie aus.


Nach der viel diskutierten »Volxbibel« Neues Testament hast du jetzt angekündigt auch das Alte Testament zu übersetzen. Wo wird das gute Stück denn verlegt?

Ich habe mir für das Alte Testament ein neues Haus gesucht, wo die »Volxbibel« verlegt wird. Ich war mir nicht ganz sicher, wo und wie das am Besten ist und habe mir dafür eine Agentin geholt. Da die »Volxbibel« so was wie ein Politikum geworden ist, musste ich ein bisschen aufpassen, wie das veröffentlicht wird.


Ist jetzt alles in Sack und Tüten?

Foto: www.kultkamera.de
Ja, das Alte Testament wird nicht mehr über die »Stiftung christliche Medien« verlegt, sondern über den katholischen »Pattloch Verlag«, der Teil von »Droemer Knaur« ist. Mit diesem Verlag hat eigentlich alles angefangen. Ich habe 2005 eine Anfrage von »Pattloch« bekommen. Die wollten ein Neues Testament in jugendlicher Sprache bringen.

Also habe ich angefangen zu schreiben, aber dann gab es bei »Pattloch« einen Wechsel in der Führungsetage und die haben alle Projekte noch mal durchgecheckt. Dadurch wurde die »Volxbibel« dort nicht veröffentlicht. Über diverse Umstände kam dann der christliche »Brockhaus« aufs Tablett, wofür ich sehr dankbar bin.


Wie kam es zur Idee das Alte Testament hinterher zu schieben?

Die Kritik schlug nach der »Volxbibel« Neues Testament wahnsinnig hoch. Ein Kritikpunkt war, dass ich dieses Buch eben Bibel genannt habe. Mein Gegenargument war, dass es auch eine Autobibel oder eine Kochbibel gibt. Was mich allerdings überzeugt hat, war, dass die Bibel ja eigentlich aus Altem und Neuem Testament besteht.

Im zweiten Schritt habe ich mit Jugendlichen über die Psalmen gesprochen. Wir fragten uns, wie die Psalmen heute aussehen würden. Die würden heutzutage sicherlich alle gerappt werden. So wie jeder Jugendliche »Bushido« oder »Fanta4« kennt, so waren die Psalmen von König David angesagt.

Erst später habe ich herausgefunden, dass sich die Psalmen auch im Urtext reimen – sind ja Lieder. Die ersten Entwürfe der Psalmen sind total geil geworden. Danach habe ich mich entschlossen das ganze alte Testament zu übersetzen.


Wann kann ich mir die »Volxbibel« Altes Testament im Buchladen kaufen?

Foto: www.kultkamera.de
Ich bin jetzt mit dem 1. Buch Mose fertig, was nach Jeremia das längste Buch des ersten Teils ist. Wir werden das Alte Testament in zwei Bänden bringen. Den ersten Band – von Mose bis Hiob - kann man voraussichtlich Anfang 2009 kaufen. Der zweite Band kommt ein Jahr später – von den Psalmen bis Maleachi.


Wie sieht es diesmal mit theologischer Unterstützung aus?

Beim Neuen Testament haben wir die »Volxbibel« nach dem ersten Druck in ein Wiki gepackt. Das ist jetzt anders: Wir haben vorab ein Wiki online gestellt. Jeder, der mitmachen will und bock auf die Volxbibel hat, kann mir eine E-Mail an martin@volxbibel.de schreiben und dann schalte ich den frei. Außerdem werde ich durch drei Theologen unterstützt, die das nebenbei betreuen.


Welche Wünsche und Erwartungen verbindest Du mit dem neuen Projekt?

Ich wünsche mir natürlich, dass die »Volxbibel« weiter im Gespräch bleibt, salzig ist, verändert, Leute berührt und Reich Gottes baut. Das passiert immer dort, wo sich Menschen mit Gott auseinandersetzen und er zum Zug kommt.

Wir haben jetzt 100.000 »Volxbibeln« verkauft - das ist echt der Hammer. Sie hat selbst Einzug in den Religionsunterricht gefunden - gerade im Haupt- und Realschulbereich kommt sie super an. Es ist eben durch und durch ein missionarisches Ding. Daher wünsche ich mir, dass die Medien die »Volxbibel« erneut aufgreifen. Die Medien sind nun mal die lauteste Stimme in diesem Land und die muss man nutzen. Stefan Raab hat zum Beispiel vor drei Monaten angefragt, ob ich in seine Show komme. Mal sehen, ob das klappt.


Lies auf Seite 2, wie sich durch die »Volxbibel« eine Satanistin bekehrte und Martin die vermutlich lustigste Stelle des Alten Testaments übersetzt

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Links ins Web
www.volxbibel.de
http://www.martin-dreyer.blogspot.com/
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