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6 Jahre und kein bisschen leise

Bericht vom »Elements Of Rock« Festival


Von Thomas Liesch 27.05.2009
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Bereits zum 6. Mal fand am letzten Wochenende das »Elements Of Rock« Festival in Uster (Schweiz) statt. In diesem Jahr waren am größten christlichen Metal-Festival Europas 14 Bands aus zehn verschiedenen Ländern zu sehen. Tom Liesch war für SOUND7.DE vor Ort.

Ronny Hansen von »Morgenroede«
Das »Elements Of Rock« (»EoR«) hat sich in den letzten Jahren zu einem fixen Termin in meinem Kalender etabliert. Bereits zum sechsten Mal finde ich mich im zentral gelegenen Stadthofsaal in Uster, etwas östlich von Zürich, wieder – dieses Jahr zu einem etwas späteren Zeitpunkt als üblich. Die Hitze macht sich dementsprechend stärker bemerkbar als gewohnt, aber wen kümmert dies schon? Das »EoR« hat sich zu einem Festival mit Familientreffen-Charakter entwickelt und zieht jährlich Besucher aus ganz Europa und sogar aus Übersee an.

Viele Gesichter sind einem vertraut, etliche Situationen kommen einem irgendwie bekannt vor und man bekommt als Besucher wie jedes Jahr eine Vielzahl an tollen Bands, gutem Essen, und verschiedenen Verkaufsständen geboten. Das »EoR«-Team hat sich im Verlaufe der Jahre zu einem harten Kern entwickelt und die Mitarbeiter machen ihre Jobs mit viel Liebe zum Detail. Keine Spur von Gleichgültigkeit – trotz aller Routine! Im Gegenteil: Das Festival ist noch immer so laut wie bei seiner Erstausgabe.


Aus musikalischer Sicht bietet das »EoR« auch in diesem Jahr ein breites Lineup mit Musikern aus aller Welt. Zwei Mal wird den Besuchern ein Gottesdienst mit einer Predigt von Stammgast Pastor Bob Beeman (Sanctuary International, USA) und einer Worship-Zeit unter Leitung von Jim LaVerde (Bassist von »Barren Cross«, USA) geboten.

Der erste Konzertabend wird mit den Sets von »Disobedience« (CH), »Dividing Line« (CH) und »Rift« (D) ordentlich ins Rollen gebracht. Ein erster Höhepunkt ist das Konzert von »Vindex« aus der Slowakei. Die sechsköpfige Classic-Metal-Formation, die vor einem Jahr kurzfristig wegen Krankheit eines Musikers den Auftritt am »EoR« absagen musste, überzeugen mit einer großen Spielfreude und tollen Gitarren-Riffs. Ein erstes Mal sieht man auch andeutungsweise, was alles im Publikum steckt.

»Illuminandi«
Sehr laut und chaotisch wird es dann beim Auftritt von »Inevitable End« aus Schweden. Bei den ersten zwei Songs noch etwas verhalten, bietet die Band während ihrem Set ein Feuerwerk, wie man es bisher noch kaum an einem »EoR« gesehen hat. Das muss man den vier jungen Männern erst einmal nach machen! Die Stimmung in der Halle brodelt und die »Prügel-Metal-Fans« kommen vollkommen auf ihre Kosten! Schon vor ein paar Jahren war die Formation in Uster zu Gast und hat in dieser Zeit eine unglaubliche Entwicklung an den Tag gelegt! Gerne wieder!

Der unbestrittene Höhepunkt des Abends stellt das Konzert von »Illuminandi« aus Polen dar. Die Osteuropäer ziehen die Besucher bereits beim ersten Song vollkommen in ihren Bann. Spielfreude und Kreativität ist jedem einzelnen Musiker der Gothic- und Pagan Metal Combo sofort anzusehen und es gibt auf der Bühne viel zu beobachten. Nicht nur das Cello und die Violine, sondern auch die hohe musikalische Qualität und schließlich die starken Vocals von Frontmann Jan Trebacz stechen einem sofort ins Auge. »Illuminandi« werden ihrer Headliner-Rolle in jeder Hinsicht gerecht – es ist eine wahre Freude ihr Set mitzuerleben! Es ist nur eine Frage der Zeit bis man die Polen öfters im deutschsprachigen Raum zu sehen bekommen wird.

Zu später Stunde zeigt schließlich die finnische und schwedische Formation »Miseration« mit einer starken Death Metal-Performance, dass sich das lange Aufbleiben gelohnt hat.

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Links ins Web
www.elementsofrock.com
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