Quo Vadis CCM?
Dr. Giovanni Vindigni: Der schöpfungstheologischen Botschaft Gottes annähren
Von Christoph Buskies 23.11.2006
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Ohne Standortbestimmung geht es nicht. Denn, so Dr. Giovanni Vindigni, Musik ist nicht gleich Musik. CCM ist nicht CCM. Es braucht einen größeren Horizont.
In dem SOUND7.DE-Interview vom März 2005 wurde meinerseits erwähnt, dass das fromme, innerkirchliche Wahrnehmungsdefizit gegenüber unserer säkularisierten Gesellschaft durchaus Verklemmtheiten, Spannungen, negative Konnotationen, d.h. negative Definitionen bestimmter Inhalte und Dinge, gerade auch gegenüber vielen Formen aus den sog. inkulturativen Künsten bewirkte und system-immanent, d.h. darin bleibend/belassend, in den Kirchen/Freikirchen vielerorts dieses in den letzten Jahrzehnten installierte.
Ebenso wurde im o.g. Interview darauf hingewiesen, dass im Protestantismus gerade der christliche Glaube ja von seinem Selbstverständnis her ein daseinsbestimmendes Vertrauen ist, welches vielmehr als ein Sich-Anvertrauen-Können oder gar ein Sich-Hingeben-Können, ein Sich-Verlassen-Können meint bzw. ein Sich-Bestimmen-lassen-Können, nämlich zur Hingabe aufgrund der vorhandenen Hoffnung auf Gutes. Wenn Gott nun aber daseinsbestimmende Wirklichkeit ist und wenn wir als Gläubige nun Gottes Gegenüber sind, so ist m. E. die Konsequenz aus diesem, d.h. aus der daraus natürlich gelebten Beziehung mit Gott, die Augen für diese Lebenswirklichkeit natürlich geöffnet zu haben, um sich mit dieser auseinanderzusetzen. Kurz gesagt, wer die Welt, d.h. die Lebenswirklichkeit nicht wahrnimmt, nicht in ihr lebt, diese Welt nicht positiv-schöpferisch (mit)gestaltet, der nimmt Gottes aktives Handeln nicht wahr und distanziert sich von seiner schöpfungstheologischen Botschaft an die Menschen.
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1. Viele Kirchen/Gemeinden haben in den letzten Jahrzehnten junge Menschen in die Gemeinschaft mit Gott geführt. Kirchen/Gemeinden mit ihrem häufig verinnerlichten System und einer häufig doch eigenen fokussierten diplomatischen Gruppendynamik auf Liebhaber der Vintage-Church-Gestaltung, haben sich bestimmt auch vielerorts bemüht, jene Menschen auf den geistlichen Weg der Reife zu begleiten und ggf. die eine oder andere Veranstaltung auch ansprechend zu gestalten (man denke wie positiv sich Jesus-House, Pro Christ und andere Veranstaltungen positiv auswirken). Jedoch wurde das eigentlich Verbindende, d.h. das, was der o. g. christliche Glaube erst an dynamischen Kontaktmöglichkeiten bzw. Anschließbarkeiten in der Welt, sowie gegenüber der Welt freisetzt, unterdrückt und dadurch auch neue Formen von Ausdrucksmitteln, somit auch viele moderne Künste, blockiert. Kirchen/Gemeinden haben leider häufig die Menschen nicht gerade befähigt, einen ansprechenden Dienst an öffentlichen Plätzen dieser Welt und z.B. außerhalb von ProChrist oder Jesus-House zu leisten, um in der Freiheit aus dem neuen Leben mit Christus heraus, Gemeinschaft, d.h. unbedingt auch kulturelle Gemeinschaft, mit anderen Menschen haben zu können. Überlegen wir doch nur, dass bis Ende der 80er Jahre und z. T. noch gegenwärtig in vielen kirchlichen Kreisen über Rockmusik gewettert wurde. Oder bedenken wir in diesem Zusammenhang, welche bzw. wieviele werteorientierte PC-Games des weltweit am stärksten wachsenden Mediensektors im Fachhandel erhältlich sind
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