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»The Passion of the Christ«

Kinostart in Deutschland vorverlegt


Von David Brunner 02.03.2004


Stille herrscht in den Kinos nach der Aufführung. Keine Sprüche über den Film, sondern ein Schleier der Bestürzung liegt über den Zuschauern der Filmpremiere von »The Passion of the Christ«. Wie konnte ein Mensch so grausam leiden - und aus weltlicher Sicht auch noch zu Unrecht? Wer war dieser Jesus? Viele Besucher verlassen die Kinosäle erschüttert und zutiefst bewegt.

Noch nie wurde die Passion Jesu auf eine so eindringliche und monumentale Weise dargestellt. Mel Gibson zog alle Register der modernen Filmkunst, um die Leiden des Messias so drastisch wie möglich darzustellen.

Doch kaum drang der Inhalt dieses Filmes an die Öffentlichkeit, regten sich schon die ersten Kritiker. »Gewaltverherrlichung« wird Mel Gibson, der das knapp 30 Millionen Dollar schwere Projekt aus eigenen Mitteln finanzierte, vorgeworfen. Doch dieser lehnt ab: »Ich will den Menschen einfach zeigen, wie sehr Jesus für uns hat leiden müssen.«

Doch damit nicht genug. Vorwürfe des »Antisemitismus« werden laut, da die Juden als die eigentlichen Mörder Jesu dargestellt werden. Dazu Jesus-Darsteller Jim Caviezel: »Es ist einfach nicht wahr, dass der Film antisemitisch ist. Es sind deine und meine Sünden, die Jesus den Tod brachten.«

Der Film selbst ist kein »Jesus-Film« im klassischen Sinne. Er schildert lediglich die letzten zwölf Stunden im Leben Jesu - vom Gebet im Garten Gethsemane bis zur Auferstehung. Dabei werden die Dialoge in den Ursprachen Hebräisch, Griechisch und Latein geführt. Das ist typisch für Gibson, denn er gehört den konservativen Katholiken an und geht lediglich in eine lateinisch zelebrierte Messe. Für den Zuschauer wird der Film durch Einblendung von Untertiteln verständlich.

Die überwiegende Mehrheit nimmt den Film jedoch positiv auf. So zum Beispiel Pastor Billy Graham:

»Niemand, der diese eindrücklichen Bilder gesehen hat, wird der Gleiche bleiben. Ich zweifle daran, dass es jemals eine bessere graphische und filmische Darstellung von Tod und Auferstehung Jesu gab. Und das sind immerhin die wichtigsten Ereignisse in der Weltgeschichte.«

Auch »Newsboys«-Frontman Pete Furler hat den Film schon gesehen: »Der Film ist schockierend schön. »The Passion of the Christ« drückt genau das aus, wie Jesus gelitten hat.«

Für Rebecca St. James ist klar, »dass Mel Gibson ein Werkzeug Gottes ist. Jetzt verstehe ich all das Leiden Christi, als ob ich dort gewesen wäre. Ich weinte mit Jesus mit.«

»Der Film haut dich echt um« meint auch Jon Thatcher, Bassist von »Delirious?«. »Dieser Film bringt die Wahrheit über das Leben Christi zu den Menschen. Es ist eigentlich so leicht, den Film irrelevant werden zu lassen. Aber hoffentlich bringt er die Wahrheit zu den Menschen.«

Die Premiere am 25. Februar in den USA sorgte für ausverkaufte Kinosäle: In über 3000 Kinos auf über 4600 Leinwänden spielte der Film mehr als 26 Millionen US-Dollar am Premierentag ein – begleitet von kritischen Berichten bis hin zu Protesten vor den Kinogebäuden.

Der Kinostart in Deutschland wurde auf Grund des großen Erfolges in den USA vom 8. April auf den 18. März vorverlegt. Viele Christen sehen in dem Leinwandepos eine missionarische Möglichkeit wie selten zuvor. Infos dazu gibt es unter www.passion.cina.de. Bleibt zu hoffen, dass die Menschen, die den Film in Deutschland sehen, auch das Motto des Filmes erkennen, das Gibson dem Film gab: »Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.«


Links ins Web
www.thepassionofchrist.com
www.the-passion.de
www.passion.cina.de
www.moviemaze.de/media/trailer/1123.html
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